mobiltelefon schiff kreuzfahrt handyWie benutze ich mein Mobiltelefon auf dem Schiff richtig?

Ohne Handy oder Smartphone kommen die meisten von uns auch im Urlaub nicht mehr aus. Umso wichtiger ist es die Kosten im Griff zu behalten. Was muss man auf einer Kreuzfahrt beachten und entfallen die Roaming-Gebühren ab 15. Juli 2017 auch auf den Kreuzfahrtschiffen?

Die Europäische Kommission hat  festgelegt, dass ab dem 15. Juli 20178 keine zusätzlichen Gebühren für das Auslandstelefonieren mit dem Mobiltelefon innerhalb der EU berechnet werden dürfen. Dasselbe gilt für das Verschicken von SMS oder dem Surfen im Internet. Grundsätzlich zahlt der Kunde nur soviel, wie er auch im Heimatland zahlt.
Um in den Genuß dieser Regelung zu kommen muss das Telefon allerdings in dem Netz eines europäischen Betreiber angemeldet sein. Dies ist auf einem Kreuzfahrtschiff nicht immer der Fall.

 

Kreuzfahrtschiffe betreiben ihre eigene Netze, in die sich ein Mobiltelefon automatisch einloggen kann. Um die Kommunikation auch auf hoher See sicher zu stellen wird das Schiffsnetzt über Satellit mit der Außenwelt verbunden. Und das kann teuer werden, denn für Satellitenverbinbdungen können die Gebühren bis zu fünf Euro je Minute betragen. Und dies gilt sowohl für abgehende als auch für ankommende (!) Gespräche. Was also tun?

 

Wer diese ernormen Gebühren sicher vermeiden möchte schaltet sein Mobiltelefon, solange sich das Schiff auf hoher See befindet, in den Flugmodus. Wer unbedingt erreichbar sein muss lässt sein Telefon eingeschaltet, vermeidet aber abgehende Gespräche. Auf See bietet sich zum kommunizieren ein Messanger, wie WhatsApp, an. Doch dann sollte man im WLAN des Schiffes eingeloggt sein. Dafür bieten inzwischen fast alle Reedereien Tarife an. Im Luxussegment ist das oft sogar im Preis inbegriffen. Zum Surfen im Internet  ist diese Variante  geeignet, jedoch wird die Verbindung über Satellit hergestellt. Das bedingt einen geringen Datendurchsatz und macht das Surfen zäh. Zum Telefonieren, z.B. via Skype, ist dies meist nicht geeignet.

Doch schon im nächsten Hafen oder in Küstennähe ändert sich das. Das Mobiltelefon loggt sich in das Betreibernetz des jeweiligen Landes ein. Damit telefonieren und  surfen Sie zu den deutlich günstigeren Konditionen dieses Anbieters. Und falls das Land zur EU gehört – ab 15. Juli 2017 kostet die Benutzung Ihres Handys nicht mehr als zu Hause!

Falls Sie nicht in der EU von Bord gehen hier noch ein kleiner Tipp:
Im Hafen oder in der näheren Umgebung gibt es meist ein Caffee oder eine Kneipe, die kostenloses WLAN anbietet. Folgen Sie einfach den Besatzungsmitgliedern!

 

Weitere Informationen zu Roaminggebühren in der EU:

Abschaffung der Roaminggebühren in der EU: Gemeinsame Erklärung von drei EU-Organen http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-17-1590_de.htm

Roaming zu Inlandspreisen: Häufig gestellte Fragen http://ec.europa.eu/newsroom/document.cfm?doc_id=45009

Technisches Faktenblatt: Ende der Roaminggebühren - wie funktioniert das? http://ec.europa.eu/newsroom/document.cfm?doc_id=44703

Roaming in der EU: geschätzte Ersparnis für Nutzer in Deutschland http://ots.de/HDtXJ

Klarstellung: Der Wegfall der Roaminggebühren in der EU führt nicht zu höheren Mobilfunkpreisen http://ots.de/oIe5F