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Medizinische Versorgung auf Kreuzfahrtschiffen

Keiner geht gerne oder freiwillig hin - aber jeder fühlt sich besser, wenn er weiß, dass er da ist: Der Schiffsarzt. Aber wie ist das eigentlich auf Kreuzfahrtschiffen? Ist er immer da? Was kostet der Besuch? Wie sind die Hospitale ausgestattet?

 

Ob "nur" seekrank, verstauchter Fuß oder etwas Ernstes: Auf jedem Kreuzfahrtschiff ist mindestens ein Arzt an Bord. Auf Schiffen unter deutscher Flagge ist vorgeschrieben, dass ab 75 Personen - und dies schließt die Crew mit ein - ein Arzt an Bord sein muss. Unter anderen Flaggen steigt diese Grenze auf 100 Passagiere. Sind mehr als 800 Menschen an Bord schreibt die CLIA (Cruise Lines International Association) sogar einen zweiten Schiffsarzt vor.

 

Das Hospital

Der Schiffsarzt wird im Hospital meist von mehreren Krankenschwestern unterstützt. So wird rund um die Uhr Bereitschaft sichergestellt - auch wenn Sprechzeiten angegeben sind.

Die Ausstattung der Kramkenstation lässt meist nichts zu wünschen übrig. Labordiagnostik, Sonografie und digitale Röntgentechnik gehören zum Standard. Oft stehen auch OP und intensivmedizinische Geräte zur Behandlung bereit. Einige Schiffe haben sogar Dialysestationen an Bord.
Auch eine gut ausgestattete Apotheke ist mit dabei. Trotzdem sollten Sie Medikamente, die Sie regelmäßig benötigen, in ausreichender Menge dabeihaben.

Daneben arbeiten immer mehr Reedereien mit Ärzten an Land zusammen. Ist ein Spezialist oder eine zweite Meinung gefragt, arbeitet AIDA mit der Universität Rostock und TUI Cruises mit Medioco Cuxhafen zusammen. MSC Kreuzfahrten kann bei der telemedizinischen Versorgung auf eine Kooperation mit dem Institut Giannina Gaslini in Genua zurück greifen.

 

Kosten

Der Schiffsarzt rechnet seine Dienste wie mit Privatpatienten ab. Das heißt, dass der Patient erst einmal die Gebühren auslegen muss. Das kann schnell teuer werden, denn auf See wird bis zum neunfachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Deshalb ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung vor Beginn der Kreuzfahrt ein Muss!

 

Krank - Was nun?

Zunächst einmal: Tabletten gegen Seekrankheit gibt es an der Rezeption. Dafür muss man nicht ins Hospital.
Sollte es doch ernster sein kommen Sie ins Hospital oder fordern den Arzt in Ihrer Kabine an. Dort wird dann die Erstversorgung sichergestellt und die weitere Behandlung festgelegt.
Bitte erwarten Sie nicht auf jedem Schiff einen deutschen Arzt oder einen Arzt, der Deutsch spricht. Gerade auf internationalen Kreuzfahrtschiffen sind auch die Schiffsärzte "international".

In den überwiegenden Fällen werden die Patienten mit fachkundiger medizinischer Hilfe wiederhergestellt. In wenigen Fällen entscheidet der Arzt, dass der Patient an Land gebracht werden muss. Dies geschieht im nächsten Hafen. Dort kümmert sich der Hafenagent um das weitere Prozedere und die Kommunikation mit Verwandten und Mitreisenden.

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